GoA4 bietet den höchsten Automatisierungsgrad mit vollautomatisiertem fahrerlosem Zugbetrieb, dabei braucht es umfangreiche Sensorik für die Raumüberwachung und Hinderniserkennung (Perception). Mit GoA2 verspricht man sich die oben genannten Optimierungspotenziale zu nutzen, wobei der Lokführer weiterhin das System überwacht und weiterhin einzelne Aufgaben wie die Fahrt aus Sicht wahrnimmt.
Bei GoA1 steuert weiterhin der Lokführer den Zug unter der Überwachung der Zugbeeinflussung, wie z.B. ETCS, kann jedoch mit DAS (Driver Advisory System) oder Fahrsystemen durch Empfehlungen (z.B. berechnet im TMS) auch optimiert fahren. Zudem gibt es punktuelle Automatisierungsbestrebungen im Bereich des Abstellens oder Rangierens, z.B. in Depot-Bereichen. Darüber hinaus existieren ATO-Lösungen auf Basis von CBTC für Metros oder isolierte Nebenlinien. Ein gut implementiertes ATO-System erfolgt immer in einem intelligenten Zusammenspiel mit den Umsystemen vom Fahrzeug und der IT-Systeme der Infrastruktur, da die ATO-Funktion auf dem Fahrzeug insbesondere auf die Daten dieser Systeme angewiesen ist (z.B. Odometrie-Daten von ETCS oder Fahrplandaten aus TMS)
Enotrac bietet umfangreiche ATO-Expertise, insbesondere bei ATO over ETCS. Die Enotrac-Experten kennen in der Tiefe die ATO-Spezifikationen für ATO GoA2 oder DAS auf Basis von ERTMS ab der TSI CCS 2023, wie z.B. die Subsets 125/126/130/139, sowie den aktuellen Stand der Spezifikationsarbeiten auf europäischer Ebene für ATO GoA3/4. Enotrac-Experten unterstützen bei den Herausforderungen und Lösungen für die Implementierung und das Zusammenspiel von ATO mit ETCS, TMS und ATO-Trackside, inklusive der erforderlichen Topologie-Daten der Infrastruktur. Zudem haben die Enotrac-Experten Erfahrung mit proprietären ATO-Lösungen für klassische Strecken mit Aussensignalisierung ausserhalb der TSI CCS, ebenso wie mit alternativen Spezifikationen der Schnittstellen ausserhalb der TCI CCS, wie z.B. das SFERA-Protokoll der UIC. SFERA ermöglicht standardisierte Datenschnittstellen zwischen TMS/Infrastruktur und den Anwendungen wie DAS auf den Fahrzeugen, auch für Strecken und Fahrzeuge ohne ETCS (ClassB-Systeme). Human Factors und die Auswirkung auf betriebliche Vorschriften sind auch wichtiger Faktoren in der Definition und Implementierung von ATO oder DAS.
Enotrac begleitet Sie von der Definitions- und Studienphase über technische und betriebliche Konzepte bis hin zum Engineering und zur Integration von ATO im Fahrzeug und die nötige Massnahmen in der Infrastruktur (ATO-Trackside, Anbindung zu TMS, Topologie-Daten für ATO). Bei der Integration und dem Engineering von ATO im Fahrzeug ist das Zusammenspiel und die Schnittstelle zur Fahrzeugleitechnik TCMS (Subset 039 nach TSI CCS) von zentraler Bedeutung. Die Fahrzeugexpertise von Enotrac, insbesondere im Bereich TCMS (Train Control and Monitoring System) stellt für unsere Kunden einen zusätzlichen Nutzen dar. Zudem arbeitet Enotrac auch bei der OCORA-Initiative mit, in der die CCS-Architektur und -Schnittstellen inkl. ATO-Anwendung und Netzwerk auf dem Fahrzeug standardisiert werden soll. Dies ermöglicht eine optimale Unterstützung unsere Kunden durch Enotrac bei der Implementierung von ATO auf Fahrzeugen.