Engineering & Consulting

Elektrifizierung der Metro Mondego, Portugal


Ausgangspunkt war, die bestehende knapp 45 km lange mit Dieselfahrzeugen betriebene Bahnstrecke der Metro Mondego in Portugal zu einer attraktiven, effizienten und modernen Stadt- und Vorortsbahn umzubauen. Die ENOTRAC wurde von FERBRITAS, dem zuständigen Projektierungsbüro, beauftragt, als Spezialisten für den Teil Energieversorgung beigezogen. Der Aufgabenbereich kann in 3 Teile zusammengefasst werden:

Linienverlauf Metro mondegozoom
 
Systemstudie
Dimensionierungsgrundlagen
Rückleitungs- und Streustromkonzept

Als Grundlage hat ENOTRAC eine Konzeptstudie für den Systementscheid zur Elektrifizierung durchgeführt. Anhand technischer Kriterien, betrieblicher Anhaltspunkte, den Baukosten sowie den Unterhaltskosten wurden verschiedene Systeme untersucht, verglichen und beurteilt. Im innerstädtischen Bereich sollte mit 750 V DC elektrifiziert werden, währenddem für den Überlandabschnitt Elektrifizierungen mit 750 V, 1500 V, 3000 V DC oder 25 kV 50 Hz sowie die Dieseltraktion zur Diskussion standen. Als Ergebnis konnte Metro Mondego eine optimierte Lösung vorgeschlagen werden. Dabei lieferten unter anderem die Simulationen mit dem Netzberechungs-Tool FABEL wichtige technische Grundlagen für den Vergleich der unterschiedlichen System-Möglichkeiten.

Aufgrund der Ergebnisse und Schlussfolgerungen der vorgängig durchgeführten Systemstudie hatten sich Ferbritas und Metro Mondego für die Realisierung eines Systems entschieden. Während diesem Prozess der Systemwahl hatten sich jedoch einige Grundlagen geändert (neue Streckenführung, andere Fahrzeuge). Ferbritas hatte nun entschieden, als Dimensionierungsgrundlage die definitive Variante mittels Netzberechnung in FABEL zu untersuchen. Dabei sollten einerseits die Wahl der Fahrleitung und der Gleichrichterstandorte geprüft und andererseits die Qualität der Stromversorgung allgemein aufgezeigt werden.

Im Rahmen der Projektplanung war eine umfassende Betrachtung der Streustromproblematik und ein Erdungskonzept erforderlich. In einem ersten Schritt identifizierte ENOTRAC offensichtliche, empfindliche Stellen, mögliche Schwachpunkte innerhalb des Systems, mögliche Massnahmen und erforderliche Einzelheiten, um das weitere Vorgehen zu bestimmen. Als zweiten Schritt wurden ein umfassendes Erdungskonzept und ein Streustrom-Schutzkonzept erarbeitet, unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Aspekte, der Kosten und des Nutzen. ENOTRAC entwickelte Richtlinien wie die Bauten rund um das Light Rail (Brücken, Tunnel, Gleichrichter-Unterwerke, aber auch andere elektrische Anlagen wie Billetautomaten, Lichtanlagen, Kommunikationssystem etc.) mit dem Rückleitersystem zu verbinden sind, damit keine gefährlichen Situationen entstehen können und gleichzeitig der Streustromschutz gewährleistet ist.

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